Fokus und Prioritäten im Marketing nach dem Minimumgesetz

Was ist Ihre knappste Ressource?

Das Minimumgesetz besagt, dass das Wachstum einer Pflanze durch die knappste Ressource (in diesem Fall zum Beispiel: Wasser, Licht, Dünger, Nährstoffe etc.) eingeschränkt wird. Diese Ressource ist der Minimumfaktor. Wenn eine Pflanze also beispielsweise zu wenig Wasser bekommt, dann hilft es auch nichts, ihr mehr Dünger oder Licht zuzuführen (also eine bereits vorhandene Ressource zu erhöhen). Das wird keinen positiven Einfluss auf ihr Wachstum haben.

Auffüllen und den neuen Minimumfaktor suchen

Selbst wenn alle anderen für das Wachstum der Pflanze wichtigen Faktoren vorhanden wären, würde die Pflanze nicht gedeihen, solange sie nicht ausreichend Wasser erhält. Ganz im Gegenteil: Der Überfluss anderer Faktoren könnte sich sogar schädlich auf die Pflanze auswirken. Die Pflanze wird also nur wachsen, wenn sie auch Wasser bekommt. Aber Achtung: Nun, da sie ausreichend Wasser hat, wächst sie und wird groß. Die Folge kann beispielsweise ein wiederum größerer Lichtbedarf sein, als es vorher der Fall war. Das Licht könnte zum neuen Minimumfaktor werden.

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„Das Wachstum einer Pflanze

wird bestimmt durch den Nährstoff,

den Sie am WENIGSTEN besitzt.“

Justus von Liebig

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Ihre Minimumtonne

Als anschauliches Modell zum Minimumgesetz fungiert diese Tonne. Eine Tonne mit unterschiedlich langen Dauben kann nur bis zur Höhe der kürzesten Daube befüllt werden. Was für die Pflanze Wasser, Licht und Dünger sind, sind für Ihr Unternehmen beispielsweise Know-How, Personal, Marketing oder Kapital. Ist einer der benötigten Faktoren nicht in ausreichendem Maße vorhanden, kann sich die Situation Ihres Unternehmens nur schwer verbessern. Es ist also unerlässlich, dass Sie eine Analyse machen, Ihren Minimumfaktor herausfinden und diesen auflösen. Was dann passieren wird: Jedes Unternehmen ist in ein vernetztes System eingebunden. Eine Veränderung führt also immer zu einer Kettenreaktion. Wenn Sie den Minimumfaktor auflösen, werden sich andere Probleme dadurch fast von selbst lösen. Das Ziel sollte also sein, diesen einen Punkt zu finden!

Man unterscheidet zwischen externen und internen Minimumfaktoren.

  • Extern: die Zielgruppe muss wachsen
  • Intern: betrieblicher Engpass

Das Ziel ist also, den wachstumshemmenden Faktor zu finden und aufzulösen. Man kann nicht an allen Fronten gleichzeitig Brände löschen. Vor allem in unserer heutigen Welt, in der sich alles extrem schnell verändert, ist es noch viel wichtiger, sich immer zuerst auf einen Schritt zu fokussieren. Denn: die Lösung Ihres Engpasses wird zu einer positiven Kettenreaktion führen!

 

4 Tipps für Gelassenheit, Effizienz und Fokus im Marketing

Gerade im Marketing gibt es Tausende von To-Dos und Aufgaben. Doch wo soll man jetzt anfangen, um sich nicht zu verzetteln? Erst mal scheint alles wichtig zu sein. Die Webseite, der Onlinekurs, der Beitrag in Social Media (wegen der Sichtbarkeit), der Vortrag will vorbereitet werden und die Beraterin empfiehlt ein Buch zu schreiben, weil das den Expertenstatus hebt. Verdammt. Der Tag hat nur 24 Stunden. So kann das nicht klappen. Mein Tipp: Erst mal eine Tasse (Kirsch)Tee trinken. 

Durchatmen … und dann fokussieren Sie sich auf den derzeit größten Engpass, Ihre kürzeste Daube. Sie ist vermutlich der Grund, warum ihr Unternehmen nicht wachsen kann. Ist es die fehlende Reichweite? Ist es wirklich die Webseite? Ist es ein Personalproblem? Mangelnde Liquidität? Wenn Sie versuchen alles auf einmal zu lösen, sind Sie unglaublich beschäftigt. Doch nichts wird fertig und nichts geht voran. Es sind zu viele offene Baustellen. Das ist nicht zielführend und motivierend. 

1. Analysieren Sie Ihre kleinste Daube, den Engpass.

Hier ist gerade der größte Handlungsbedarf. Lösen Sie bzw. füllen Sie diesen auf, damit sie weiter wachsen können. 

2. Konzentration auf Ihre Stärken

Worin sind Sie besser als andere? Erledigen Sie NUR diese Aufgaben selbst. Werden Sie darin noch besser. Gehen Sie bei Ihren Themen weiter in die Tiefe statt in die Breite. Aufgaben die Ihnen nicht so liegen, sollten sie delegieren. (Es soll ja Menschen geben, die lieben Buchhaltung. Die machen das vermutlich besser als Sie. 😉

3. Weglassen und Nein sagen!

Weniger ist mehr. Loslassen, neu sortieren und die Dinge vereinfachen. Machen Sie lieber WENDER Dinge, die dafür BESSER. Die sehr erfolgreichen Menschen machen die RICHTIGEN Dinge SEHR GUT. Denken Sie auch daran Pausen zu machen und – wie Stephen Covey es nennt „die Säge zu schärfen“. 

4. Verkaufen Sie Nutzen und keine Produkte 

Einer der größten Marketingfehler ist, Produkte verkaufen zu wollen. Unsere Kunden interessieren sich jedoch keineswegs für unsere Produkte. Das einzige was sie interessiert ist, was sie davon haben. Ihr Nutzen. Verwenden Sie deshalb viel Zeit dafür, die Vorteile für ihre Zielgruppe zu verbessern und diese auch zu formulieren. MEHR

 

Nutzenmaximierung – Dann kommt der Erfolg von ganz allein

Jetzt kommt ein wichtiges Erfolgsgesetz, das viele Unternehmer nicht beachten. Das Ziel des unternehmerischen Strebens liegt eben NICHT in der Gewinnmaximierung, sondern in der Maximierung des Nutzens für eine konkrete Zielgruppe. Ein entsprechender finanzieller Erfolg und die mittel- bis langfristige Marktführung im jeweiligen Segment sind die logische Folge. Das heißt, Sie sollten in Vorleistung gehen, sich fokussieren, und priorisieren. Erst geben, dann nehmen. Erst ernten, dann säen. Machen Sie Ihre Kunden glücklich! Dann werden Sie es auch.

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„Ein Durchschnittsmensch, der sich auf den wirkungsvollsten Punkt konzentriert, wird erfolgreicher als ein Genie, das sich verzettelt!“
Prof. h.c. Wolfgang Mewes

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